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Latest update: 25. April 2010 Über Uns Hexen:
Die Maske: Die Holzmaske der Feuerhexen Ebersweier existiert seit dem Jahre 1984 und wurde von einigen Hexenmitgliedern gemeinsam entworfen. Die Maske wird für uns in Haslach im Kinzigtal handgeschnitzt. Charakteristisch für die Maske der Feuerhexen ist die stark nach links gekrümmte Nase und die 4 an Wangen, Nase und Kinn platzierten Warzen.
Das Häs: Das Hexenhäs besteht im wesentlichen aus: Peter (Bluse) schwarz mit Flicken , Rock rot mit 2 schwarzen Streifen an der unteren Seite, Schürze blau mit Karomuster, Halstuch rot mit weißen Punkten, Socken rot/weiß geringelt, Strohschuhen.
Der Verein: Die Feuerhexen Ebersweier wurden im Jahre 1968 aus einer Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Ebersweier gegründet und zählen heute über 50 aktive Hästräger. Was eigentlich als einmalige Sache geplant war, nämlich sich einfach nur am Fasnachtsumzug 1968 mit einem Hexenwagen zu beteiligen, wurde seit damals jährlich fortgeführt. Im Jahr 1988 wurde durch die Feuerwehrmitglieder eine offizieller Verein gegründet und im Vereinsregister eingetragen. Der Verein besteht heute nicht nur aus einer Hästrägergruppe, sondern hat auch ein Tanz- und eine Theatergruppe in ihre Reihen aufgenommen. Dietmar Stutz und Werner Kuderer sind Ehrenvorstände, Ehrenmitglieder der Feuerhexen Ebersweier sind Bernd Schneider und Ewald Ganter (erster Hexenmeister der Feuerhexen 1968).
Wo wir daheim sind: Die Feuerhexen stammen aus dem schönen Durbachtal/Baden. Der Ortsteil Ebersweier liegt cirka 5 Kilometer nord-östlich von Offenburg und hat knapp 1.200 Einwohner.
Ebersweier Die Geschichte Ebersweier findet in alten Urkunden ihrer Niederschlag.
Wahrscheinlich ging Ebersweier aus einem alemannischen oder fränkischen
Herrengut hervor und wurde urkundlich 1215 in Verbindung mit dem
Zisterzienserkloster Tennenbach als Ebirwilre erwähnt. Nach anderer Ansicht,
eine Erwähnung des Ortsnamen mit Weiler eines Ebers gedeutet, während wieder
andere Historiker auf einen vermutlichen Besitzer der Ortschaft, nämlich
Eberhard von Bilenstein hinweisen, so daß Ebersweier mit Ebershardsweiler
gedeutet wird.
Unser Hexenbrunnen: Im Jahre 1998 wurde von unserem Hexenmitglied Armin Heitz in liebevoller Arbeit eine fast lebensgroße Feuerhexe in Sandstein gehauen und als Brunnen in Ebersweier errichtet. Unter der Leitung von Werner Kuderer wurde der Platz dann durch uns Hexen angelegt und ist nun ein weiterer schöner Fleck in Ebersweier. Seit dem Jahr 2003 findet hier am Vatertag (Christi Himmelfahrt) und am Vorabend das Brunnenfest statt, dass die Freiwillige Feuerwehr Ebersweier ausrichtet. Armin Heitz in dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön.
Unser Lied (ASSA ENGILI BENGILI ): Assa Engili bengili jupai di juppai da Dieses Lied wird bei allen möglichen Anlässen gesungen. Es stärkt den Zusammenhalt und bringt Stimmung. Jedes Hexenmitglied kennt dieses Lied und kann es selbstverständlich auch frei singen.
Unsere Helferfeste Als Dank an alle Mitglieder und die freiwilligen Helfer am alljährlichen Hexenball, veranstalten die Feuerhexen jedes Jahr ein großes Helferfest. Die Feste stehen jedes Jahr unter einem anderen Motto und alle Teilnehmer passen ihre Bekleidung dem jeweiligen Motto an. Die Motto's der letzten Jahre waren:
Hexen in Ebersweier - Der geschichtliche Hintergrund zur Hexenfigur in Ebersweier Aus Ebersweier, das vor vierhundert Jahren zur Landvogtei Ortenau gehörte, stammten zwei Frauen, die 1603 in Ortenberg zum Feuertod verurteilt wurden: Katharina Heyd, genannt die Urglerin und ihre Tochter Anna. Katharina war mit Hans Heyd verheiratet und verdiente sich zusammen mit ihrer Tochter Anna ein kleines Zubrot indem sie früh morgens nach Straßburg wanderten und dort Kirschen an Patriziertöchter verkauften. Mutter Heyd braute auch Liebeszauber für die Bauernknechte und konnte lauthals fluchen wie ein "Türke". Wehe wenn die Kirschen nicht verkauft wurden und diese wieder zurück nach Ebersweier getragen werden mussten, da ging ein Sturm durch Ebersweier und das geringste was sie den Bauern wünschte war, dass ihnen der Hagel die Bäume zerschlagen sollte. Und sie wollte am liebsten "aus dem gottverdammten Neste" wegziehen. Alles in Allem eine unangenehme Person, die durch ihre böse Zunge sich selbst und ihre Tochter auf den Scheiterhaufen brachte. Bald fiel erneut der Schatten der Hexerei auf Ebersweier. 1615 soll der damalige Schultheiss des Dorfes, Kaspar Riesser, die Ursula Anckel von Windschläg mehrfach verkuppelt haben. Die verheiratete Ursula Anckel wurde 1617 als Hexe angeklagt. Diesmal kam sie mit dem Leben davon. Erst im März 1629 ereilte sie ihr Schicksal. Seit 1516 tritt der Familienname Heyd in mehreren Urkunden, Durbach und Ebersweier betreffend, auf. Er gehört, wie Byser/Bieser, zu den ältesten im Tal. Noch heute erzählt man sich in Ebersweier vom "Hexenzipfel".
Das ist der Bereich Wiesenstraße/Kestengässle. Geschichten über verhexte
Kühe, die keine Milch mehr gaben werden weitergegeben. In diesem Fall soll man
eine geweihte Kerze unter der Kuh anzünden, die mit Hilfe einer Glocke zum
Verlöschen bringen, verteilt dann den entstandenen Rauch um die Kuh und damit
war der Zauber gebrochen. Auch Franz Volk erwähnt in seinem Buch "Hexen in der Ortenau"
das Dorf Ebersweier und die besagte Familie Heyd: (Quelle: Sieglinde Merklinger, Offenburg / Franz Volk-Hexen in der Ortenau)
FEUERHEXEN EBERSWEIER e.V. |